Ausbau der Windenergie in Willebadessen – 
"Von der Kurstadt zur Spargelstadt"

 

Aktueller Sachstand

Ein Mitbürger aus Borgentreich hat kürzlich einen lesenswerten Beitrag https://chronik-borgentreich.jimdofree.com/aktuelles-hintergrund/ mit dem Titel
„Von der Orgelstadt zur Spargelstadt“ veröffentlicht.

 

Dieser Beitrag hat auch uns veranlasst, die Situation in Willebadessen nochmals darzustellen, da viele der dort angesprochenen Punkte sinngemäß auch auf unsere Stadt zutreffen.

 

Während es in der öffentlichen Berichterstattung ruhiger geworden ist, schreitet der Ausbau der Windenergie im Kreis Höxter weiter voran.

 

Die Lage in Willebadessen

 

Für das Stadtgebiet Willebadessen wurden insgesamt über 120 neue Windenergieanlagen beantragt.
Die geplanten Anlagen haben im Durchschnitt eine Höhe von rund 250 Metern.

Nach Auskunft der Genehmigungsbehörde sind inzwischen mehr als 70 Anlagen genehmigt worden.

 

Damit ist Willebadessen im Kreis Höxter die Kommune mit den meisten beantragten und genehmigten Anlagen. Grundlage hierfür waren Beschlüsse des früheren, CDU-geführten Stadtrates, der das größte“ Baugebiet“ mit den geringsten Abständen zu Wohnsiedlungen beschlossen hat.

Ob alle beantragten und genehmigten Anlagen tatsächlich errichtet werden, ist derzeit jedoch nicht abschließend geklärt.

 

Wirtschaftliche Voraussetzungen

 

Eine Genehmigung allein reicht nicht aus. Projektierer müssen erfolgreich an Ausschreibungen der Bundesnetzagentur teilnehmen.

Nur bei einem Zuschlag besteht:

  • Anspruch auf einen privilegierten Netzanschluss
  • Anspruch auf eine gesetzlich garantierte Vergütung nach dem EEG

Bei der Ausschreibung im November 2025 wurden 3,45 Gigawatt ausgeschrieben, beworben hatten sich Projekte mit 8,16 Gigawatt. Nur rund ein Drittel der genehmigten Anlagen erhielt einen Zuschlag. Einhergehend mit diesem Überangebot haben sich die Zuschlagspreise, die den Charakter von Mindestpreisen haben, auf 6,06 Cent (ehemals 7 Cent) reduziert. Hinzu kommt in Willebadessen allerdings ein Zuschlag, der auf Grund einer schlechteren Windqualität (70 % im Vergleich zu Referenzstandorten), gezahlt wird!

 

Aktueller Stand

Nach derzeitigem Stand haben 46 Windenergieanlagen in Willebadessen einen Zuschlag von der Bundesnetzagentur erhalten. Damit sind für diese Anlagen die wirtschaftlichen Voraussetzungen grundsätzlich gegeben. Alle beantragten/genehmigten Anlagen im Stadtgebiet haben wir einer Karte des Geodatenportals des Kreises Höxter entnommen und die Anlagen die einen Zuschlag nach dem EEG erhalten haben gekennzeichnet (siehe unten).

 

Es gibt momentan Hinweise, dass einzelne Projektierer auf Grund der reduzierten Garantievergütungen und Überlastungen von Umspannwerken in der Region, die zu weiteren Wegen der Netzanschlüsse führen, Projekte vorerst gestoppt haben.

 

Darüber sollen Windprojektierer die betroffenen Landeigentümer informiert haben. Uns, als nicht landbesitzenden Bürgern, liegen keine konkreten Informationen hierzu vor! Die UWG wird sich um Aufklärung bemühen. Zudem wird auf Bundesebene über ein sogenanntes „Netzpaket“ beraten, das Auswirkungen auf Projekte in Regionen mit eingeschränkter Netzkapazität haben könnte.

 

Wie viele Anlagen in Willebadessen hiervon betroffen sein könnten, ist derzeit nicht bekannt.

 

Ein wesentliches Anliegen des neu geplanten Gesetzes ist es, den Netzausbau und den Ausbau der Windenergie zu synchronisieren um Überlastungen im Netz durch zu viel Wind und Sonnenstrom zu reduzieren. In Gebieten, in denen dies der Fall ist, sollen Vergütungen nach dem EEG in Phasen der Überlastung entfallen. Aktuell erhalten Windunternehmen noch Vergütungen für Strom vom Steuerzahler, der netzbedingt nicht abgenommen werden kann. Netzbetreiber investieren bereits mehr als jemals zuvor, arbeiten am Limit und werden von Netzanschlussanfragen überflutet.

 

Unser Anspruch

 

Die UWG Willebadessen wird sich weiterhin um Transparenz bemühen und Informationen bei Verwaltung und Projektierern einholen.

Neue Erkenntnisse zu Willebadessen und dem Netzpaket werden wir hier veröffentlichen.

Erklärungen zur Karte:

 

orange WEA:

beim Kreis beantragt

 

gelbe WEA:

vom Kreis genehmigt

 

blaue WEA: repowering

 

grün markierte WEA: Anlagen die einen Zuschlag erhalten haben

Politisches Monopol und fehlende Bürgerbeteiligung Beispiel Windenergie

Kommunikation und Transparenz - Windenergie

 

Beispiel: Windkraftplanung

  • Entgegen der Hauptsatzung der Stadt wurde keine Bürgerversammlung einberufen, um etwa über Mindestabstände von 1000 m oder nur 720 m zu Wohnsiedlungen zu diskutieren.
  • Die Bevölkerung blieb zum gößten Teil außen vor.
  • Vorlagen umfassten hunderte Seiten, die ohne juristische oder fachliche Unterstützung kaum verständlich waren.

Behauptung                                                                        Tatsache

„nur eine Kulisse für die Windindustrie wurde geplant“    tatsächlich wurde ein Baugebiet beschlossen

„nur 2fache Anlagenhöhe-Abstand ist rechtssicher“         in allen anderen Städten des Bezirks Detmold wird 1000 m Abstand eingehalten

„nur der Kreis kann die Umzingelung verhindern“              die Stadt hätte dies bei der Planung berücksichtigen müssen (so der Kreis)

Erst jetzt, im Wahlkampf, entdeckt die seit Jahrzehnten dominierende Partei den Bürger, organisiert Veranstaltungen und verspricht mehr Kommunikation.

Wir meinen: Bürgerbeteiligung muss von Anfang an stattfinden – nicht nur, wenn es um Wahlstimmen geht. Dafür setzen wir uns ein.

Ja – wir wollen mitgestalten!

Wir wollen verhindern, dass es erneut passiert, was wir in jüngster Zeit erlebt haben:
Ein Haushaltsplan braucht drei Anläufe, um genehmigungsreif zu werden – und am Ende werden 70 geplante Investitionspositionen im Wert von rund 3 Millionen Euro ins nächste Jahr verschoben.

Von diesen 70 Fehlplanungen war nur eine das Feuerwehrgerätehaus. Geplanter Umbau: ein halbes Jahr – Realität: seit zwei Jahren außer Betrieb und kein Ende in Sicht.

Bürgerbeteiligung – jetzt melden sich Ratsmitglieder zu Wort, die künftig mehr Bürgerbeteiligung versprechen.
Doch es sind die gleichen, die in der Vergangenheit dafür gesorgt haben, dass in Willebadessen die größte Entscheidung – das von der Stadt ausgewiesene Baugebiet für Windenergieanlagen - der letzten Jahre ohne eine einzige Einwohnerversammlung getroffen wurde.

Unsere Fragen an Sie:

  • Hätten Sie für nur 720 Meter Abstand zur Wohnbebauung gestimmt, wenn 1000 Meter möglich gewesen wären?
  • Hätten Sie für die Umzingelung von Dörfern gestimmt, wenn genau das in allen anderen Gemeinden des Regierungsbezirks verhindert wurde?
     

DAS ist die Realität um Löwen - "rechtssicher" aus dem Geodatenportal vom Kreis Höxter - maßstabsgetreu!

Heading

Haushaltschaos und Investitionsstau

Haushaltsführung zukünftig solide gestalten.

Für den Haushalt 2024 wurden drei Anläufe gebraucht– zweimal beschloss der Rat die vorgelegten, fehlerhaften Haushaltspläne.

Hintergrund: massive Personalfluktuation - lt. Landesprüfungsanstalt hat Willebadessen die höchste Fluktuation in ganz NRW. 

Folgen:

70 beschlossene Investitionsvorhaben aus 2024 wurden nicht planmäßig  umgesetzt
Dazu zählen das Feuerwehrgerätehaus und viele wichtige Infrastrukturprojekte
wie das Projekt Rickebach - Hochwasserschutz
3 Mio. € an geplanten Investitionsmitteln blieben ungenutzt
Laut Prüfbericht liegt Willebadessen bei der Planungsqualität im unteren Bereich vergleichbarer Kommunen
 
Wir als UWG werden Wert darauf legen, dass die Personalpolitik wieder so gestaltet wird, dass sich die Fluktuation reduziert und wieder für mehr Verlässlichkeit gesorgt wird.

Wir werden desweiteren dafür sorgen, dass bei der Aufstellung zukünftiger Haushalte mit mehr Sorgfalt gearbeitet wird. 

Der Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt muss deutlich mehr aufgearbeitet und beachtet werden.

Große Projekte werden wir prüfen, damit Budgetüberschreitung in der Größenordnung wie in der Vergangenheit nicht mehr passieren.
Die Verantwortung setzt schon bei der Planung ein!

Wir werden dafür sorgen, dass Erträge aus der Windindustrie den Bürgern zugute kommen und nicht im allgemeinen Haushalt eingesetzt werden.
 

Neue Politik Chance zum Wandel

Unser Ziel: Willebadessen neu denken!

Seit Jahrzehnten gab es in Willebadessen eine faktische Vorherrschaft einer einzigen Partei.
Durch die UWG wurde diese Monopolstellung aufgelöst.

Daran haben Sie maßgeblichen Anteil.

Sehr viele Wähler haben sich nach reiflicher Überlegung für einen Politikwechsel entschieden.

Sachpolitik und Akzeptanz im Rat durch offene Diskussion und Mehrheitsfindung.

Allen gewählten Vertreter sollen Regierungs- und Oppositionsarbeit leisten.

Transparenz ist unser Gründungsgrund!

Unser Ziel: Willebadessen sind WIR alle!

Die UWG Willebadessen wird sich einsetzen für:

Frühzeitige und echte Bürgerbeteiligung – transparent, verständlich und offen
z. B. durch Wiedereinführung einer Bürgersprechstunde mit mir oder Ratsmitgliedern, Einwohnerversammlungen in denen Entscheidungen offen diskutiert werden. Jede Meinung wird gehört, wir werden allen Menschen ohne Vorbehalte begegnen. Regelmässige Unternehmer- und Bürgerstammtische. Diskussionsrunden zu Fachthemen.

Neue Kultur der Ratsarbeit - offene und zeitgemäße Ratsarbeit, sachorientierte Diskussionen und lösungsorientierte Mehrheitsbildung, Bürgerbeteilung aktivieren, kein automatisches Abnicken von Vorlagen

Sorgfältige Planung aller Projekte – mit realistischem Zeit- und Kostenrahmen
Mit klaren Ausschreibungen, regelmäßiger Kostenkontrolle und dem Mut, rechtzeitig Stopp zu sagen, wenn die Kosten explodieren.

Effiziente Haushaltsführung – gezielt und weniger Investitionen umsetzen, kontinuierliche Kostenkontrolle

Erhalt von Naherholungs- und Wasserschutzgebieten

Warum sich die UWG gegründet hat

Themen, die uns alle in Willebadessen
betreffen - das sagen wir dazu...

Um sich selbst eine Meinung bilden zu können, muss man ALLE Informationen haben. Die Sachlage muss von mehreren Seiten ausgewogen beleuchtet werden und jedem muss die Gelgenheit gegeben werden, auch Nachteile zu erkennen und unbequeme Aspekte selbst zu beurteilen.

Sonst läuft man Gefahr, einseitiger Meinungsbildung zu unterliegen!

Nur so kann man richtige Entscheidungen treffen.

Sachorientiert. Lösungsorientiert. Bürgernah.

Bürgerdialog – Gemeinsam Zukunft gestalten

Reden miteinander

Der Bürgerdialog ist ein zentrales Instrument demokratischer Teilhabe. Er bietet allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ihre Meinungen, Ideen und Anliegen aktiv einzubringen – direkt, offen und auf Augenhöhe.

In einer Zeit großer gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Veränderungen ist es wichtiger denn je, miteinander im Gespräch zu bleiben. Nur durch den Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft können tragfähige Entscheidungen getroffen werden, die breite Akzeptanz finden.

Ziele des Bürgerdialogs:

Transparenz und Nachvollziehbarkeit politischer Prozesse fördern

Vertrauen zwischen Bürgerinnen, Bürgern und Entscheidungsträgern stärken

Anregungen und Kritik frühzeitig aufnehmen

Gemeinsame Lösungen für lokale und überregionale Herausforderungen entwickeln

Wie funktioniert der Bürgerdialog?

In Form von öffentlichen Veranstaltungen, digitalen Formaten, Diskussionsrunden oder Workshops kommen Menschen miteinander ins Gespräch. Dabei geht es nicht nur um das Zuhören – sondern auch darum, ernsthaft zuzuhören und konkrete Impulse in den politischen Entscheidungsprozess einfließen zu lassen.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, sich zu beteiligen. Bringt eure Perspektiven ein und helft mit, unsere Gemeinschaft aktiv mitzugestalten.

Fehlplanung beim Feuerwehrgerätehaus

Die Feuerwehr ist der Leidtragende

Die Renovierung des Feuerwehrgerätehauses ist ein Beispiel für misslungene Planung:

  • Geplant: 6 Monate Bauzeit, 550.000 € Kosten
  • Realität: bisher über 2 Jahre Bauzeit, ca. 2 Mio. € Kosten – Ende ungewiss
  • Seit Beginn der Arbeiten kann die Feuerwehr das Gebäude nicht nutzen und muss improvisieren
  • Selbst nach Fertigstellung wird das Gerätehaus den Anforderungen einer modernen Feuerwehr nur bedingt entsprechen

Ein Neubau wäre vermutlich nur unwesentlich teurer gewesen und hätte den Bedarf der Feuerwehr besser abgedeckt und die Folgekosten wären geringer. In Brakel kostet der Neubau 2,7 Mio Euro, dieser Betrag wurde auch bei uns vom Architekten für einen Neubau angegeben.
 

Grundsteuer

Überprüfung der Fakten

Bei der Grundsteuer, die aufkommensneutral angepasst werden musste/sollte, ist es für viele von uns zu empfindlichen, zum Teil drastischen Anstiegen bei der Besteuerung unserer Häuser gekommen.

So wurde der Grundsteuer Hebesatz auf bewohnte Häuser von 511 % auf 663 % angehoben. Für viele Bürger bedeutet dies eine Mehrbelastung von mehr als 100 € im Jahr.

Wir werden die Systematik der Grundsteuererhebung überprüfen.
Beispielsweise hat die Stadt Borgentreich eine Differenzierung innerhalb der Grundsteuer B nach bebauten, bewohnten Grundstücken und Grundstücken, die nicht bebaut sind vorgenommen. Diese Differenzierung führte in Borgentreich dazu, dass die Grundsteuer B für bewohnte Häuser lediglich auf 501 % angepasst wurde.

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